Aufruf zum Geschichten-wettbewerb!

3. BürgerCampus am 25. Mai auf dem Neumarkt
Im letzten Jahr wurde anlässlich des 2. BürgerCampus die Frage gestellt, woher der Abdruck der Gabel auf dem Domplatz stammt. Zusammengekommen sind 33 fantasievolle Geschichten von 24 Autoren, die nun auch als Buch erscheinen sollen. Etliche Geschichten wurden am 10.11.12 in der eigens dafür geschaffenen Literaturapotheke vorgetragen. Doch in diesem Jahr wird der Merseburger literarische Zirkus die Literaturapotheke verlassen und zusammen mit dem 3. BürgerCampus am 25. Mai auf den Neumarkt umziehen.
2013 jährt sich zum 825. Mal der Tag, an dem Kaiser Friedrich Barbarossa der Stadt Merseburg einen neuen Markt privilegierte. Er erlaubte dem Bischof Eberhard von Merseburg, den schon bestehenden Markt der Stadt bis zur Saalebrücke zu erweitern und jenseits dieser Brücke einen vollkommen neuen Markt zu errichten.
Merseburg war damals eine Kaiserpfalz. Dort war die Hauptstadt des Reiches, wenn der Kaiser zugegen war. Dorthin strömten die Leute, um Recht zu bekommen und um sich im Glanz des Kaisers zu sonnen. Dorthin strömte also auch das Geld, und die Merseburger waren gut beraten – und nun auch privilegiert – es auf dem neuen Markt kräftig abzuschöpfen.
Merseburg hatte also die besten Voraussetzungen, groß, reich und mächtig zu werden. Doch dann brannte die Stadt mehrmals ab, auch zu Zeiten, als die Händler in der Stadt waren. Die Krämer kratzten die rauchenden Reste ihrer Waren zusammen und zogen weiter nach Leipzig, einem kleinen Dorf, das zum Bistum Merseburg gehörte, um dort fernab von Feuer und Rauch ihren eigenen Markt aufzurichten. So wurde Leipzig groß und Merseburg versank in der Bedeutungslosigkeit.
Was aber wäre passiert, wenn es in der Stadt damals nicht gebrannt hätte? Was, wenn die Händler nicht das Weite gesucht hätten? Gäbe es Leipzig dann überhaupt noch, oder hätten Braunkohlenbagger das unbedeutende Dorf längst von der Erdoberfläche gescharrt? Wäre Merseburg trotzdem so gleichgültig vom mitteldeutschen Chemiedreieck zugeschüttet worden? Oder wäre es zur Perle der gesamten Region geworden? Am Ende gar zu einem Grenzen sprengenden Moloch? Zu einem Millionenmonster? Zur Weltmetropole?
Wie wäre es mit ein paar ungezwungenen Gedankenspielen? Was wäre also, wenn …?
Wer Interesse hat, seine Phantasie von der Leine zu lassen, wird hiermit gebeten, die Geschichte Merseburgs nun neu zu schreiben und seine Geschichten einzusenden an:

nilswiesner62@hotmail.com oder an Nils Wiesner, Nulandtstraße 18, 06217 Merseburg.
Die Geschichten werden dann anonymisiert an die diesjährige Jury weitergeleitet und die besten Geschichten des Wettbewerbs werden am 25. Mai zur Siegerehrung im Literarischen Zirkus auf dem Neumarkt vorgetragen.

Nils Wiesner
Nulandtstraße 18
06217 Merseburg
Tel.: 0 34 61/20 20 90

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s